Es bedeutete auch, dass ich Liz, wenn sie, wie es seit mehreren Tagen der Fall war, auf die Bücher
zurückgriff, um sich in Hinblick auf irgendwelche komplizierten Schriftsätze schlau zu machen,
normalerweise auf der obersten Stufe der Bibliotheksleiter hocken sehen konnte, wo sie in Büchern aus
dem obersten Fach blätterte, dem Fach, in das sämtliche juristischen Schriften abgeschoben worden waren.
Bemerkenswert verschachtelt übersetzter Satz, entdeckt in Donna Andrews - Böse Vögel lassen Federn
Agatha Christie wurde 1890 als Agatha Clarissa Miller in Torquay, Großbritannien, geboren. Nach der Schulausbildung wollte Agatha Opernsängerin werden - da sie aber nicht das nötige Stimmvolumen hatte, versuchte sie es mit einem Vorschlag ihrer Mutter: Geschichten schreiben. Ihr erster Romanversuch „Snow upon the desert“ wurde allerdings nie veröffentlicht.
Auf einem Ball lernte Agatha 1912 Archibald Christie kennen, den sie während eines Kurzurlaubs im Winter 1914 am Heiligen Abend heiratete. Agatha arbeitete in London in einer Krankenhausapotheke und vertiefte ihre Kenntnisse im Bereich der verschiedenen Gifte; daraus speiste sich folglich auch der erste Krimi mit Giftmord, den sie zu dieser Zeit begann. Belgische Flüchtlinge, die sie kennen lernte, inspirierten sie zur Figur des Detektivs, Hercule Poirot. Das Manuskript schickte sie im Jahre 1917 an den Verleger John Lane. Erst 1920 erhielt sie die Zusage, dass ihre Geschichte als The Mysterious Affair at Styles (dt. Das fehlende Glied in der Kette) veröffentlicht werden sollte.
Der nächste Roman entstand auf Vorschlag ihres Mannes, als sich die Familie in einer finanziellen Notsituation befand: Agatha schrieb den Geheimdienstroman „The secret adversary“ (dt. Ein gefährlicher Gegner) mit Tommy und Tuppence Beresford als Hauptpersonen. Da sie nur einen Bruchteil der Einnahmen erhielt, wechselte sie den Verlag mit Hilfe eines Agenten; dem Collins-Verlag blieb sie ihr Leben lang treu. Das erste Buch unter ihrem neuen Verleger schrieb sie 1926: The Murder of Roger Ackroyd (dt. Alibi), eines ihrer bekanntesten und erfolgreichsten Bücher.
Nach der Trennung von ihrem Mann, der gemeinsam mit einer anderen Frau fortzog, verschwand Agatha im Dezember 1926 elf Tage lang spurlos. Ihr Wagen wurde in einem Straßengraben verlassen aufgefunden. Hunderte Polizisten und tausende freiwilliger Helfer waren auf der Suche nach Agatha Christie. Schließlich fand Agatha in einem Hotel in Harrogate. Was genau in dieser Zeit geschehen war, bleibt bis heute ein Geheimnis. 1928 ließ sie sich von Archibald scheiden. In diesem Jahr wurden bereits die ersten Filme nach ihren Romanen und „The murder of Roger Ackroyd“ auf der Bühne bearbeitet.
Inspiration für ihre Figur Miss Jane Marple fand Agatha bei ihrer eigenen Oma. Beide erwarteten von allem das Schlechteste. Agatha Christie selbst verewigt sich in der Figur der Ariadne Oliver, einer Kriminalschriftstellerin, die Äpfel in der Badewanne isst.
Agatha heiratet 1930 Max Mallowan, einen 15 Jahre jüngeren Archäologen kennen, den sie nach einigem Zögern heiratet.
Nach verschiedenen Theaterbearbeitungen ihrer Werke, mit denen sie nicht zufrieden war, bearbeitete Agatha ihre Stücke für die Bühne ausschließlich selbst. Das erfolgreichste Stück ist „The Mousetrap“ (dt. Die Mausefalle), das seit der Uraufführung 1952 nonstop in England zu sehen ist. Alleine bis ins Jahr 2000 zählte es rund 20 000 Aufführungen.
Agatha Christie schrieb rund 70 Kriminalromane und unter dem Pseudonym Mary Westmacott veröffentlichte sie sechs Liebesromane. Ihre Kriminalromane und -geschichten wurden ungezählte Male für Kino und Fernsehen verfilmt. 1950 wurde sie in die Londoner Akademie der Wissenschaften aufgenommen, 1954 wurde ihr der „Grand Masters Award of the Mystery Writers of America“ verliehen. Sie erhielt den Orden des Britischen Empire (1956), die Ehrendoktorwürde der Universität Exeter (1961) und wurde in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett 1972 aufgenommen. Außerdem erhält sie 1971 den Titel „Dame of the British Empire“, d.h. sie darf sich Dame Agatha nennen, gleichzeitig trägt sie auch den Titel Lady Mallowan, da ihr Mann in den Ritterstand erhoben wurde.
Agatha Christie starb 1976 in Winterbrook House. In den folgenden zwei Jahren wurden noch zwei Bücher veröffentlicht, die Christie jahrelang nicht zur Veröffentlichung gegeben hatte: Der letzte Fall von Hercule Poirot „Curtain“ (dt. Vorhang), in dem er stirbt und der letzte Fall von Miss Marple „Sleeping Murder“ (dt. Ruhe unsanft), das in ihrem Todesjahr erscheint.
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