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William Faulkner

Das Buch

Batya Gur - Denn am Sabbat sollst du ruhen

ISBN-10: 3-442-46008-5

Über den Autor
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Kurzbeschreibung / Klappentext

Inspektor Michael Ochajon von der Jerusalemer Kriminalpolizei steht vor einem Mordfall, wie er ungewöhnlicher nicht sein kann. Die hochangesehene Analytikerin Eva Neidorf wird am Morgen ihres großen Vortrages tot aufgefunden. Alle Verdächtigen sind ehrenwerte Mitglieder der Jerusalemer Psychoanalytischen Gesellschaft und mit der Toten in einem engen Netz gegenseitiger Abhängigkeiten verstrickt. Doch mit jedem Schritt in das Labyrinth dieser fremden Welt werden für Michael Ochajon die Risse in der glatten Oberfläche offensichtlicher.

1993 erhielt Gur für dieses Buch den deutschen Krimipreis.

Originaltitel: Retsaòh be-Shabat ba-boòker (1989)
Deutsche Erstveröffentlichung: 1992
Schauplatz: Israel

Mein Leseeindruck

Kommissar Ochajon muss sich bei seinem aktuellen Todesfall auf eine komplexe Gemeinschaft einstellen: Sein Mordopfer ist Mitglieder einer Psychoanalytischen Gesellschaft und die verfügt über strenge Regeln für ihre Mitglieder. Eva Neidorf, die Tote, arbeitete nicht nur mit Patienten zusammen; als Ausbilderin unterzog sie - wie ihre ausbildenden Kollegen - auch die Kanditaten für die Gesellschaft einer mehrmonatigen Psychoanalyse. Als Teil der Ausbildung. Kein Wunder also, dass die Polizei keine leichten Ausgangsbedingungen hat, wenn die Kollegen vor lauter Abhängigkeiten sich gegenseitig nicht belasten und jeder nur Gutes von Neidorf sagen will.

Ochajon ist kein unsympathischer Kerl. Zwar geschieden, mit einem Sohn, der zwischen den Eltern hin und her gerät. Aber immer bemüht, die Menschen zu verstehen, mit denen er zu tun bekommt. Nur wenn nötig, kann er auch anders und gelegentliche Skrupel und Mitgefühl weiß er - wenn's drauf ankommt - hinter Professionalität zu verstecken. Ihm zur Seite steht mit Balilati ein Nachrichtenoffizier, der keine Tabus kennt. Für Ochajon bekommt er jede noch so gut versteckte Information - über seine Verbindungen und Methoden möchte man besser nichts wissen.
Mir gefiel zudem gut, wie Gur die Arbeit der Polizei in den Roman einbrachte. Vordergründig das, was in jedem Krimi zu finden ist: Verhöre, Recherchen und Besprechungen. Aber eben immer auch Hinweise, wann zusätzliche Leute nötig sind, wie frustrierend Akteneinsichten werden können oder wie zermürbend eine lange Ermittlungszeit werden kann.

Jeder kennt jeden und hat dennoch keine Ahnung vom anderen. Die Psychoanalytiker bei Gur sind Menschen mit Macken, Menschen, die sich nicht unter Kontrolle haben und Menschen, die aus ihrem Wissen über sich selbst und andere auch nicht mehr aus sich machen als alle anderen.

Meine Bewertung