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William Faulkner

Das Buch

Albert Wendt - Die BlÀtter des Banyanbaums

ISBN-10: 3-293-20122-9

Über den Autor
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Kurzbeschreibung / Klappentext

Im Schatten eines riesenhaften Banyanbaums, der bei der Rodung im Busch entdeckt wird, treibt Tauilopepe sein Vorhaben voran. Er will der MÀchtigste im Dorf werden und schaltet seine Gegner einen nach dem anderen aus. Allerdings zu einem hohen Preis: Seine Frau wendet sich von ihm ab. Er verliert seinen Sohn, der dem alten HÀuptling die Treue hÀlt. Und zuletzt sich selbst.

Originaltitel: Leaves of the Banyan tree (1979)
Deutsche Erstveröffentlichung: 1982
Schauplatz: Samoa

Mein Leseeindruck

Tauilopepe, Clan-Chef in Sapepe, bekommt von der Frau des Ladenbesitzers ein deutliches Angebot: Nimmt er sie zur Geliebten, hĂ€lt sie seine Schulden im Zaum. Tauilopepe mag zwar nicht recht, aber als die Liaison ihm tatsĂ€chlich zu Geld verhilft, wird er gierig. Er trifft Moa von nun an regelmĂ€ĂŸig, wird finanziell unabhĂ€ngig und versucht alles, weiter Einfluss, Reichtum und Macht zu gewinnen. Der Ladenbesitzer Malo sieht den Aufstieg ungern, war er doch bisher der wohlhabendste Mann im Dorf. Doch Tauilopepe zieht alle verfĂŒgbaren Register und geht selbst einer gewaltsamen Auseinandersetzung der beiden Clans nicht aus dem Weg. Damit kann er Malo zwar aus dem Dorf jagen und dessen Clan Ă€chten, aber auch andere Wegbegleiter bleiben bei der bedingungslosen Jagd nach Macht auf der Strecke.

Tauilopepes Frau Lupe geht an der KĂ€lte ihres Mannes förmlich ein, nachdem er nach einer Totgeburt fĂŒr sie geradezu unansprechbar bleibt. Sein Sohn Pepe bricht offen mit ihm und beide Töchter wird er nicht wiedersehen; eine flĂŒchtet mit ihrem Geliebten, die andere bricht den Kontakt zur Familie nach ihrer Verheiratung ab. Wenngleich Pepe nicht als Erbe des Clans antreten kann, so entzieht er dessen Sohn Lalolagi der Mutter und will ihn mit einer Ausbildung in Neuseeland zielstrebig zu seinem Erben machen. Sein Credo: Ohne die Methoden der Papalagi, der Weißen, lĂ€sst sich nichts erreichen.

Wendt zeigt ein Land im Umbruch. Samoa ist unabhÀngig, aber immer noch stark unter dem Einfluss der AuslÀnder. Die sehen Samoaner als dumme HinterwÀldler und nur wenige achten die Einheimischen. Tauilopepe gerÀt zwischen die Fronten: Er verlÀsst die traditionellen Pfade, kommt aber in seiner ertrÀumten Moderne nicht an. Ein Zwischenweg gelingt ihm nicht. Gewinnen wird jemand, der nicht nur wie Tauilopepe intrigieren und seine samoanischen Gegner einschÀtzen kann, sondern der auch in der Lage ist, Schwachstellen bei den Papalai zu erkennen und auszunutzen.

Obwohl ich die Familiensaga und den Einblick in die samoanische Kultur interessant fand, kam ich nur in kleinen Happen voran. Genau erklĂ€rbar ist es fĂŒr mich nicht, aber vielleicht liegt es daran, dass kaum eine der Personen fĂŒr Sympathien taugte. Diese Distanz zu den Figuren hinterließ eine eher sachliche LektĂŒre.

Meine Bewertung