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unbekannt

Das Buch

Dan Turèll - Mord im Waschsalon

ISBN-13: 978-3-40415-526-2

Über den Autor
• auf den Seiten von Bleisatz

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Kurzbeschreibung / Klappentext

Zwölf mal wehmütige, saftige und hintergründige Spannung aus Kopenhagen und Umgebung - zwölf Kriminalstories mit Dan Turèlls namenlosen Journalisten, mit Rechtsanwältin Gitte Bristol und Kommissar Ehlers, zwölf geniale Krimi-Feinwaschprogramme, für die Dan Turèlls Stil wie geschaffen scheint.

Originaltitel: Mord i Møntvasteriet (1986)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2006
Schauplatz: Kopenhagen

Mein Leseeindruck

Da bin ich wirklich auf ein witziges Buch gestoßen: Turèll hat als achten Band seiner Serie um einen namenlosen Journalisten eine Sammlung kurzer Krimis eingeschoben. Die haben einen ganz eigenen Witz, der mich sehr neugierig auf die Einzelbände der Serie macht. Der beste Freund des Journalisten ist Kommissar Ehlers von der Kripo Kopenhagens und die beiden hocken öfter auf einen Schnack in der Kneipe. Dann erzählt Ehlers seine jüngsten Fälle, manchmal nennt er Namen, manchmal muss der Journalist mit Happen zufrieden sein und kann keine Story darüber für seinen Brötchengeber schreiben, die große Tageszeitung Bladet.

Die Geschichten sind manchmal so kurz, dass ich das Gefühl hatte, sie seien für die Krimi-Seite in der TV-Zeitschrift geschrieben worden: Ehlers erzählt in solchen Fällen meist von seinem jüngsten Auftrag und der schlichten Gemüter einiger Mörder, die die Arbeit der Polizei ungeheuer einfach machen. Manchmal gerät der Journalist selber mitten ins Geschehen und wird Augenzeuge, stolpert zufällig zu den Leichen oder läuft Ehlers ausgerechnet während laufender Ermittlungen in die Arme. Der Journalist ermittelt aber kaum selber - im Gegensatz zu den Kollegen aus anderen Federn. Seine Fragen sollen einfach nur seine Artikel etwas bissfester machen. Manchmal aber hat er zufällig eine Idee zu gesuchten Personen; im Viertel begegnen sich ohnehin immer dieselben Leute mit nicht immer astreinen Beschäftigungen.

Was die Geschichten so besonders machte, war die Ironie des namenlosen Journalisten und seines Freundes. Schräg sind die Vergleiche und Beschreibungen, die Frauen, Berufe, Wetter, Männer oder Tote charakterisieren. "Alle waren verreist. Nur Dummköpfe, arme Leute und hart arbeitende Menschen waren in der Stadt geblieben. Ich war einer von ihnen, das war mir klar, aber zu welcher Gruppe gehörte ich?" oder "Er hatte etwas, was ich nicht hatte: Eine große, wohl proportionierte Wunde in der Brust." Diesen schwarzen Humor mag ich einfach gerne lesen.

Meine Bewertung