Glaub ja nicht, Leser, dass dieses Buch dich aus den Augen verliert.

unbekannt

Das Buch

Ian Rankin - Verborgene Muster

ISBN-10: 3-442-46106-5

Über den Autor
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Kurzbeschreibung / Klappentext

In Edinburgh geht ein Mörder um. Ein Mörder, der bereits zwei unschuldige kleine MĂ€dchen entfĂŒhrt und dann erwĂŒrgt hat. Detective Sergeant John Rebus, mit der Suche nach einem dritten, vermisst gemeldeten MĂ€dchen beauftragt, tappt im Dunkeln. Bis er begreift, dass der Mörder versucht, Kontakt mit ihm aufzunehmen, und dass die seltsamen anonymen Briefe, die er erhĂ€lt, ihm den Weg zum TĂ€ter weisen könnten. Doch dann ist es fast schon zu spĂ€t, denn seine eigene Tochter ist plötzlich spurlos verschwunden.

Originaltitel: Knots and crosses (1987)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2000
Schauplatz: Edinburgh

Mein Leseeindruck

Ein gemeiner Fall, der Polizei und Bevölkerung in Edinburgh bewegt: Kleine MĂ€dchen werden entfĂŒhrt und erwĂŒrgt. Die Eltern sind höchst misstrauisch und fĂŒrchten, ihr Kind könnte das nĂ€chste sein. In der Kripo wird alles aufgeboten, was an Personal verfĂŒgbar ist, die Pressesprecherin hat einen denkbar unangenehmen Job und der Polizeichef wird zusehends nervöser, als tagelange Recherchen nichts ergeben, aber wieder ein Kind ohne Hinweise auf einen TĂ€ter verschwindet.
FĂŒr den richtigen Kick mit Spurenchaos sorgt ein Journalist, der eigentlich eine Drogengeschichte recherchiert und plötzlich Verbindungen zu John Rebus sieht. Ausgerechnet Rebus wird dann selbst Opfer des KindesentfĂŒhrers. Der Journalist versucht hartnĂ€ckig, seine Spuren zu verifizieren, um den großen Coup zu landen. Seine Rolle fand ich gelungen, denn er verwirrte an den richtigen Stellen und ich fragte mich immer wieder, ob meine Gedanken einer falschen FĂ€hrte folgen und ob man dem ErzĂ€hler Glauben schenken darf.

John Rebus hat es nicht leicht und macht es sich nicht leicht: Nach einer extremen Zeit und seiner KĂŒndigung bei der Spezialeinheit SAS tritt er in die Polizei ein und arbeitet meist in mĂŒhseliger Kleinarbeit bei der Kripo. Der Vorgesetzte mag ihn nicht sonderlich, weil Rebus durchaus laut Kritik ĂŒbt und scheint es zu genießen, ihn zu Aktenrecherche und TĂŒr-zu-TĂŒr-Befragungen einzuteilen. Zu seinem Bruder hat er seit Jahren eigentlich kein VerhĂ€ltnis, von seiner Frau ist er geschieden und die gemeinsame Tochter sieht er nur hin und wieder. Rebus ist der totale Antiheld und offensichtlich kein geselloger oder gar umgĂ€nglicher Typ. Die Erfahrungen der Vergangenheit bei der SAS haben ihn in negativem Sinn geprĂ€gt. Trotzdem mochte ich Rebus, weil er nicht stereotyp ungesellig ist - den Hauptanteil daran hat wohl die Vergangenheit bei der SAS, deren prekĂ€res Ende im Buch eine Rolle spielt und die (wie ich finde) eine glatte Kritik an militĂ€rischen Ausbildungsprinzipien ist.

Das Buch ist das erste aus der Serie um John Rebus und wurde zunÀchst ohne Gedanken an eine Fortsetzung geschrieben (und war schon gar nicht als Krimi gedacht). Folge 2 kam erst vier Jahre spÀter, als Leser mehr von Rebus hören wollten.

Meine Bewertung