Meine literarischen Arbeiten sind kleine Fische
- aber Goldfische sind auch nicht groĂź.
Hans Hollweg
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ISBN-10: 3-442-73477-0 |
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Hörbuch Eine tote Frau in einem leeren Swimmingpool. Ein Mörder mit einem wasserdichten Alibi. Und Ex-Kommissar Van Veeteren, dem dieser Fall – der einzig ungelöste seiner Laufbahn – auch fünfzehn Jahre nach der Tat keine Ruhe lässt. Wer hat Barbara Clarissa Hennan auf dem Gewissen? Ihr Mann, wie alle glauben, dem aber nichts zu beweisen ist? Van Veeteren traut ihm das Verbrechen zu. Er hat mit dem Verdächtigen gemeinsam die Schulbank gedrückt und kennt dessen finstere, boshafte Seite. Doch all seine Bemühungen, ihm die Sache nachzuweisen, laufen ins Leere. Der Fall G – wie er intern genannt wird – bleibt unabgeschlossen. Da rückt über ein Jahrzehnt später die ungesühnte Tat erneut in den Blickwinkel der Maardamer Kriminalpolizei. Die Tochter eines ehemaligen Privatdetektivs, der G damals im Auftrag seiner Frau beschatten sollte, meldet ihren Vater als vermisst. Er ist verschwunden, kurz nachdem er am Telefon erklärt hat, er sei auf einer heißen Spur im Falle G. Anlass genug für Van Veeteren, die Sache von damals noch einmal völlig neu aufzurollen.
gelesen von Dietmar Bär
Originaltitel: Fallet G (2003)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2004
Über mehr als fünfzehn Jahre zieht sich die Geschichte dieses Falls und Nesser schildert chronologisch, wie Van Veeteren und ein Privatdetektiv über diesem ungelösten Fall keine Ruhe finden können. Der Mord an Clarissa Hennan wird für Van Veeteren ein bitterer Fall. Alles ist so offensichtlich, so sonnenklar. Aber ausgerechnet dem personifizierten Bösen kann nichts nachgewiesen werden. Während der Verhandlungen, in denen die Verteidigung der Anklage den Garaus macht, leidet man förmlich mit, denn "G" (wie der Verdächtige Jan G. Hennan genannt wird) möchte man am liebsten so schnell wie möglich hinter Gittern sehen.
Das Verschwinden des Privatdetektivs, der Hennan vor dem Tod seiner Frau in ihrem Auftrag beschatten sollte, bringt den alten Fall erneut auf den Tisch. Da muss ein Zusammenhang bestehen und Van Veeteren, schon aus dem Polizeidienst ausgetreten und Antiquariar geworden, wird noch einmal aktiv, um die alte Scharte endgĂĽltig auszuwetzen. Ein zweites Mal soll G nicht entkommen.
Keine einfache Aufgabe, Verdächtige zu identifizieren und Ermittlungen zu starten, wenn die observierten Personen nichts merken sollen. Wenn man kaum Anhaltspunkte hat, außer einem seltsamen Verschwinden. Diese Konstellation sorgte bei diesem Fall für das besondere Mitfiebern beim Zuhören. Nach vier CDs hatte ich die erste Theorie, kippte sie bei der fünften zugunsten einer neuen und obwohl sie stimmte, gab es noch ausreichend Überraschungen.
Mir waren zwar einige Tracks etwas zu lang, aber ich höre Dietmar Bär gerne zu. Ungefähr so eine Stimme würde ich auch bei Van Veeteren vermuten, der zwar ein hartnäckiger und guter Polizist ist und ruhig, aber auch so träge und stoisch, dass er es nie geschafft hat, nach seiner Scheidung eine getrennte Wohnung zu beziehen.
Soweit ich es verstanden habe, ist dieser Fall nicht nur der letzte aus der Reihe um die Maardamer Polizei, sondern auch einer, der in seinen Anfängen noch vor Band 1 der Serie liegt.