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unbekannt

Das Buch

Fred Vargas - Der vierzehnte Stein

ISBN-10: 3-746-62275-1

Über den Autor
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Kurzbeschreibung / Klappentext

Durch Zufall stößt Kommissar Adamsberg auf einen gräßlichen Mord. In einem Dorf wird ein Mädchen mit drei blutigen roten Malen gefunden, erstochen mit einem Dreizack. Eines ähnlichen Verbrechens wurde einst sein jüngerer Bruder Raphaël verdächtigt. Doch seitdem sind 30 Jahre vergangen und der mutmaßliche Mörder ist längst begraben. Wer also mordet weiter mit gleicher Waffe? Für Adamsberg beginnt ein atemloser, einsamer Lauf gegen die Zeit.

Originaltitel: Sous les vents de Neptune (2004)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2005
Schauplatz: Frankreich & Quebec, CDN

Mein Leseeindruck

Adamsberg kann in seiner Laufbahn auf eine außergewöhnliche Aufklärungsquote verweisen. Die verdankt er einer besonderen Nase für Ungereimtheiten - zwar stets zugunsten der Polizei, aber Kollegen und Mitarbeiter, die mit vagen Ahnungen nicht viel anfangen können, mögen Adamsbergs unkonventionelle Ansichten nicht besonders. In einem Fall allerdings, der ihn seit Jahren verfolgt, wurde er für sein Gespür bisher nur ausgelacht: Vor Jahren wurde sein Bruder eines Mordes beschuldigt, den er nicht begangen hatte und niemand wollte glauben, wer alternativ als Täter infrage kommen könnte. Nun geschieht wieder ein Mord nach demselben Muster - aber durch einen Täter, der seit Jahren tot ist?

Sprachlich ein sehr gut erzähltes Buch. Vargas muss nicht lange erklären und schreiben, um ihren Personen ein Gesicht zu verleihen; sie werden durch Worte oder Gesten viel lebendiger. Mir gefiel auch sehr, dass in der Übersetzung eine eigene Sprache für das den Franzosen ungewohnte Quebequois gefunden wurde; ungewöhnliche Begriffe, seltsame Redewendungen, an die sich die Pariser Brigade bei ihrem Canada-Besuch gewöhnen musste. Ein Besuch, der es in sich hat. Denn für Adamsberg hat die DNA-Schulung einen höchst unangenehmen Nebeneffekt, den er nur mit Hilfe seiner vielseitig talentierten Mitarbeiterin Retancourt übersteht.

Einer der wunderbaren Fälle, wo man sich am liebsten gleich die anderen Bücher desselben Autoren unter den Nagel reißen möchte. Ich wusste nicht, auf was ich mich einlasse, außer, dass es skurril sei. Und was das für einen Vargas-Krimi bedeutet, wusste ich auch nicht. Dafür aber hat mich das Buch sehr überrascht. Die Personen sind einzig in ihrer Art, seien es der geradezu hochnäsig ruhige Adamsberg, sein hoch gebildeter, aber ängstlicher Kollege Danglard oder die Kollegin Retancourt, die in gar keine Schublade passt, sondern mit zahlreichen unbekannten Fähigkeiten überrascht.

Das Ende wirkte zunächst merkwürdig, aber ein anderes hätte nicht gepasst. Denn Vargas scheint mir eine ganz eigene Art des Krimis gefunden zu haben und die verdient auch ein ganz eigenes Ende. Die Art, wie dieser Fall gebaut ist, machte zwar eine ungeheure Aufbauarbeit nötig, aber es ist gelungen, das Ganze nie konstruiert erscheinen zu lassen.

Meine Bewertung