Asta Scheib - Frau Prinz pfeift nicht mehr

Kurzbeschreibung

Eines Tages liegt die verhasste Nachbarin tot in ihrem Vorgarten. Hatte das Schicksal ein Einsehen - oder war es Mord?


Rezension

Leider bot mir dieses Buch nur kurzes Leseglück: Kaum mehr als 200 Seiten, noch dazu Großdruck. Aber ich habe es genossen. Frau Prinz genießt in ihrem Viertel keinen guten Ruf: Sie tyrannisiert die Nachbarn, mobbt, giftet und geifert, was das Zeug hält. Etwas anderes kann sie nicht und als sie tot im Garten liegt, erschlagen von ein paar Ziegelsteinen, sind die Nachbarn ausnahmslos froh darüber. Bis auf die Polizei, die sich fragt, ob die Ziegel zufällig oder absichtlich im Garten gelandet sind. Und die eigentlich das gesamte Viertel unter Generalverdacht nehmen könnte. Doch geschwätzig sind auch andere und das eifrige Geschnatter einiger Nachbarinnen engt den Kreis der Verdächtigen schnell ein.

So viel mehr kann ich nicht verraten, denn auf Grund der Kürze des Buchs gelingt die Aufklärung schnell und der eine oder andere ahnt vielleicht, wo der Hase hinläuft. Dafür punktet das Buch mit einer Mischung aus standhaften Nachbarn, die Frau Prinz mit Mühe ertragen haben und geschwätzigen Rentnerinnen, nur leicht harmloser als Frau Prinz. Die Polizei könnte sich eigentlich nur wundern, warum sie nicht schon Monate oder Jahre früher in die Max-Ernst-Straße gerufen wurden, bei allem, was sie über das Opfer erfahren. Und der Leser fragt sich, ob nicht wie bei Agatha Christies "Mord im Orientexpress" gleich mehrere Menschen beteiligt gewesen sein könnten. Ganz besonders die Familienmitglieder und die direkten Nachbarn hatten es nämlich besonders schwer.

Die Lösung kommt schnell und überraschend, aber über noch mehr Prinz'sche Attacken mag man gar nicht lesen. Die Kürze genügt vollauf, damit der Leser am Ende mit der Frage dasteht, ob mit Frau Prinz nicht wenigstens einmal in der Krimigeschichte die richtige Person ums Leben kam.

Meine Bewertung

bibliografische Angaben

Verlag: dtv
ISBN: 978-3-42325-297-3
Erstveröffentlichung: 1999
Schauplatz: Deutschland

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Es gibt für mich nichts Schöneres, als abends um halb neun mit einem Buch ins Bett zu gehen.

Emma Thompson

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