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William Faulkner

Das Buch

Lars Gustafsson - Der Dekan

ISBN-10: 3-446-20530-6

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Kurzbeschreibung / Klappentext

Spencer C. Spencer, Professor der Philosophie und im BĂŒro des Dekans an einem College in Texas fĂŒr Entwicklungsfragen zustĂ€ndig, ist geflohen. Er hĂ€lt sich in einer heruntergekommenen Pension direkt am Rande der WĂŒste versteckt, wo er die unerhörten Begebenheiten der letzten zwei Jahre notiert - und dann fĂŒr immer verschwindet. Es geht immerhin auch um Mord. Aber vor allem geht es um Dekan, der als Vietnamveteran im Rollstuhl sitzt und ĂŒber das Böse in der Welt nachdenkt. Es geht um Mary Elizabeth, die einen modernen Faust schreiben will, mit einem Fußballtrainer im Mittelpunkt. Es geht um Evolution, verschwundene Schriftsteller, Eifersucht, erhĂ€ngte UniversitĂ€tsprĂ€sidenten, um Zufall und Notwendigkeit, um Leben und Tod. Spencer C. Spencer hat die Papiere mit seinen heiklen Aufzeichnungen zum Stand der Dinge hinter dem Reserverad seines Autos versteckt. Von ihm selbst fehlt jede Spur.

Originaltitel: Dekanen (2003)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2004
Schauplatz: Texas

Mein Leseeindruck

FĂŒr dieses Buch vergebe ich sofort einen Stern, weil mir die Idee gefĂ€llt: Spencer C. Spencer verschwindet spurlos und alles, was man von ihm findet, sind seine Aufzeichnungen. Dazu kommt, dass Gustafsson dem Ganzen den Anstrich eines realen Vorfalls gibt, indem er bereits auf dem Vorsatzblatt im Buch anmerkt, die Papiere seien von der Bibliothekarin an Spencers UniversitĂ€t in Texas zusammen gestellt worden. Immer wieder Hinweise darauf, dass die Dokumente unvollstĂ€ndig sind und FeuchtigkeitsschĂ€den oder fehlende Paginierung die Geschehnisse unklar lassen.

So weit, so originell. Danach ist aber alles anstrengend. Spencers Aufzeichnungen sind wirr und die Beschreibung vom Verschwinden einiger Personen, die zum Teil nie verschwunden waren, von angeblich merkwĂŒrdigen Gewohnheiten oder Charakteren, von einem Toten, der nie wieder eine Rolle spielt (und es aus der Zeitskala heraus auch nicht kann), von Zahlen und ihren Eigenschaften, von Pilzen und ihren Wirkungen... sind unzusammenhĂ€ngend und da helfen die Hinweise auf fehlende Stellen in den Dokumenten gar nichts - es fehlt einfach zu viel, um die Geschichte am Köcheln zu halten. Dazu vermeintlich philosophische Betrachtungen ĂŒber die Welt. Aber nur weil jemand Philosophen zitiert oder Gedanken zu Neid und Eifersucht preisgegeben werden, ist das Buch noch lange kein "intelligenter und philosophischer Thriller".

Das Buch ist fĂŒr mich ungefĂ€hr so, wie es fĂŒr Spencer die AusfĂŒhrungen seines Onkels Ingram zur Mathematik sind: Ingram fĂ€hrt fort zu erzĂ€hlen, ohne nachzufragen, ob er verstanden wird und "vielleicht war das, was er sagte, eigentlich gar nicht so sehr an mich gerichtet), [...]"

Meine Bewertung