Glaub ja nicht, Leser, dass dieses Buch dich aus den Augen verliert.
unbekannt
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ISBN-13: 978-3-54828-119-3 |
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Ein Flugzeugabsturz mitten im kolumbianischen Dschungel. Guerilla-Kämpfer entführen die wenigen Überlebenden. Allein die Biochemikerin und Langstreckenläuferin Emma Caldridge kann sich vor ihnen verstecken. Völlig auf sich gestellt und ohne Orientierung entschließt sie sich, den Entführern zu folgen. Was Emma nicht ahnt: Der Absturz des Flugzeugs war geplant. Und ein mächtiges Pharmaunternehmen ist hinter ihr her. Eine atemlose Verfolgungsjagd beginnt.
Originaltitel: Running from the devil (2009)
Deutsche Erstveröffentlichung: 2009
Schauplatz: Kolumbien
Zuerst die gute Nachricht: Emma Caldridge hat Glück; sie überlebt einen Flugzeugabsturz über dem kolumbianischen Dschungel. Dann die schlechte Nachricht: Auf die Überlebenden wartet ein Rettungskommando der unerwünschten Art. Guerilleros nehmen sämtliche Überlebenden gefangen und verschleppen sie in den Dschungel. Nur Emma nicht. Die wurde in ihrem Sitz weit genug vom Wrack weggeschleudert, sodass sie sich verstecken kann und die Rebellen sie übersehen. Emma knöpft sich das Wrack vor, rettet das Fertigessen und versorgt sich aus ihrem Gepäck und dem der Mitreisenden. Denn sie will sich zwar retten, aber ohne sich den Rebellen in die Hände zu begeben. Damit beginnt eine abenteuerliche Tour durch unbekanntes Gelände.
Emma findet im Gepäck rein zufällig Waffen*, die sie sicherheitshalber mitnimmt. Ihr Gepäck ist dankenswerterweise nicht beschädigt; es ist schließlich voll mit Trackingbedarf vom Zelt bis zu Reflektorfolie*. Nebenher rettet sie mit wild wachsendem Fingerhut eine Passagierin mit Herzrhythmusstörungen*, sie wird mit giftigen Chemikalien überschüttet, kann sich das Zeug aber ohne Schaden wieder wegwaschen*. Obwohl der Dschungel voller Minen steckt, trifft Emma im Prinzip nie auf eine* und die einzige Spinne, die Emma je sieht, ist natürlich fett, dick, riesig und behaart*.
Sie wird entdeckt, rettet sich*, wird gefangen genommen und kann fliehen*, trifft wildfremde Rebellenopfer*, erledigt noch schnell dieses* und jenes*, kennt sich nicht aus und rennt ohne Kompass doch immer in die richtige Richtung*. Und zufällig ist unter den gefangenen Passagieren Cameron, ein unbeugsamer Waffen- und Kampfspezialist*, den sie erst vor einer schlimmen Wundinfektion rettet* und der sich dann – wie könnte es anders sein – auf ihre Seite schlägt und gemeinsame Sache mit ihr gegen alle möglichen Rebellen und das Drogen-Kartell macht und zugleich auch noch gegen jemanden, der Emma ganz persönlich auf dem Kieker hat. Emma ist nämlich Biochemikerin, hat zufällig eine superwirksames* Nervengift entdeckt und soll zur Zusammenarbeit mit Waffenproduzenten gebracht werden.
Die dazu nötige Pflanze wächst zufälligerweise im kolumbianischen Dschungel. Seltsamerweise gibt es die Pflanze seit Jahrzehnten und Jahrhunderten, aber vom Thema Fortpflanzung hat sie dennoch keine Ahnung: Sie wächst herrlich isoliert auf einem Ruinengelände und darüber hinaus auf dem gesamten Gelände offenbar an einem einzigen kleinen Plätzchen*. Als dringend Waffen nötig werden, um sich gegen die Übermacht an Rebellen zur Wehr zu setzen, stellt Emma rechtzeitig fest, dass da auch Waffen geschmuggelt werden und versorgt sich damit*. Man weiss ja nie, wozu die mal gut sein können, auch wenn man noch nie einen Abzug selbst bedient hat und nicht weiss, ob man im Ernstfall wahllos Dübellöcher in Urwaldbäume setzt oder böse Jungs zur Strecke bringt.
Nochmal eine gute Nachricht: Emmas Tour durch den Dschungel liest sich flüssig, spannend und ist ein prima Schmöker für lange Winterabende, langweiligen Urlaub, gemütliches Kaminfeuer oder einfach einen Abend auf dem Sofa. Nun die schlechtere Nachricht: Man muss ziemlich viel Hollywood-Phantasien in Kauf nehmen. Kann man das, wird die Lektüre unterhaltsam. Kann man das nicht, sollte man die Finger vom Buch lassen, denn das Buch hat viel Kopfschüttelpotenzial (siehe *).
MacGyver und Rambo packen ein, Emma und Cameron übernehmen das Feld!