A great book should leave you with many experiences, and slightly exhausted at the end.
You live several lives while reading it.
William Styron
Warum eröffnet Bleisatz einen Artikel mit einem Zitat aus dem Kultfilm TRON? Weil vielleicht genau in dieser Aussage auch ein Stück Zukunft der Buchbranche liegt. Bisher entschieden ausschließlich Verlage und Lektoren intern, welche Autoren, welche Manuskripte sie veröffentlichen wollten.
Doch es gibt neue Ideen und Konzepte, die der eine oder andere Literaturbegeisterte in den letzten Wochen vielleicht schon im Internet entdeckt hat. Diese Konzepte überlassen die Auswahl von druckfähigen Manuskripten einer neuen Entscheidergruppe: Den Lesern selbst!
Die Überlegung der Anbieter ist so simpel wie folgerichtig, denn am Ende entscheiden ohnehin die Leser am Ladentisch, welches Buch sie kaufen möchten. Warum sollte man sie nicht schon einen Schritt zuvor in den Entscheidungsprozess einbinden und ihnen vorab die Manuskripte vorstellen?
Der Blick auf das Leserurteil ist aber auch so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit aller Plattformen. Unterschiede gibt es hinter den Kulissen und in der Technik. Während hinter dem einen Projekt ein großer Verlag steckt, wird eine andere Plattform von einem kleinen Team betrieben; während hier jeder Text als Ebook oder pdf zur Verfügung steht, hat man dort irgendwann ein richtiges Buch in der Hand.
Bleisatz macht sich in der kommenden Zeit daran, einzelne Konzepte etwas genauer vorzustellen:
Teil 1
Mach's zum Buch: Bei Euryclia erhalten Lektorat und Verkauf ein neues Gesicht
Teil 2
Eine Community macht Autoren: Bei Epidu gibt's die Bücher von morgen
Teil 3
Bestseller aus dem Web: Mit neobooks geht Droemer Knaur neue Wege
Weitere Artikel werden folgen. Bis dahin!
© Bettina Schnerr-Laube, November 2010