Indiebookday 2013

Bleisatz kauft ein

Shopping beim kleinen Buchverlag

In Hamburg hat man beim mairisch Verlag hin und her überlegt: Wie macht man am besten auf die Literatur aufmerksam, die bei kleinen Verlagen aufgelegt wird? Wo wenig Marketing gemacht werden kann und die Bücher trotzdem klasse sind? Die Hamburger widmeten der Idee kurzerhand einen eigenen Shopping-Event!

Am 23.3.2013 war es zum ersten Mal soweit: Der erste Indiebookday soll dazu animieren, sich Lektüre von einem kleinen, unabhängingen Verlag zu kaufen, eben einem "Indie"-Verlag (abgeleitet vom engl. independent - unabhängig). Denn, so mairisch. "Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen."

Doch mit einem Indiebookday am Samstag tue ich mir schwer. Der Tag war erstens ohnehin belegt und wer zweitens Kinder hat, meidet den samstäglichen Einauf in der Stadt wie der Vampir den Knoblauch. Online-Shopping geht nämlich auch, in diesem Fall mit Tubuk, dem "Buchshop für unabhängige Literatur". Wenn Tubuk sich so nennt, bin ich da am Indiebookday wohl goldrichtig. Vor allem in der Sparte Tubuk.digital, die Ebooks anbietet. Damit lässt sich das Gedränge optimal vermeiden und Mama kommt trotzdem zu ihrem Einkauf.

Auf die Frage, welche Verlage überhaupt als "indie" rechnen, bietet Tubuk übrigens einen ersten Einstieg: Die Liste der Verlage, die bei Tubuk ihre Bücher anbieten. Am diesjährigen Indiebookday sind es 83.

Indiebookday 2013, Katja Hirschel
Mein #indiebookday 2013:
Katja Hirschel: Der Semmelkönig
ein Indie-Buch mit Indie-Couture drapiert.

Hatte irgendwer Zweifel daran, dass es ein Krimi werden würde?

Bettina Schnerr-Laube, März 2013

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  • Grafik: mairisch Verlag, Hamburg; Reader: Sony, Tokyo; Schal: Modehaus Bettina Schnerr; Stoffe: StoffArt, Feuerthalen