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Foto: Bettina Schnerr

Besuch bei Yurindo … und eine Raupe kriecht in die Tüte

Beim Bummel an der Station Center Minami in Yokohama ließ sich die erste Begegnung mit japanischen Büchern schlicht nicht mehr vermeiden: Eine Filiale der Buchhandelskette Yurindo 有隣堂 warf sich mir förmlich in den Weg.

Durch die meisten Gänge strolchte ich schlicht herum, einfach schauend, weil ich ohnehin keinen Roman hätte kaufen können. Rein optisch ist die Wirkung allerdings ein kleiner Genuss, denn für meine Augen wirken die Kanji-Schriftzeichen fast wie Kunst und umgeben von tausenden davon kam ich mir schon vor wie in einer Galerie.

In der Reihe mit den Kinderbüchern blieb ich länger. Denn dort traf ich auf alte Bekannte.

Allen voran der kleine Maulwurf, der seinerzeit auszug um herauszufinden, wer ihm auf den Kopf gemacht hatte. Und das auch noch in teilweise deutscher Aufschrift. Ganz in der Nähe fand sich eine kleine, grüne Raupe. Die war mir erstaunlicherweise bereits in der Metro begegnet und bei Yurindo suchte ich angesichts meines just erlebten Erfolgs mit dem Maulwurf gezielt danach. Und wurde schnell fündig. In Japan ist sie unter dem Namen harapeko aomushi unterwegs und futtert gerade genauso viel.

Da der Maulwurf plötzlich anderweitig unterwegs war, nutzte die Raupe die Gunst der Stunde und kroch fix in eine der Papiertüten an der Kasse.

Und warum kauft eine ganz große Leseratte ein Kinderbuch? Vielleicht aus ganz romantischen Gründen, weil ich das Buch schlicht mag. Vielleicht aber auch ganz einfach, weil ich den Kindertext auf Japanisch am ehesten verstehe 😉
Kurze, einfache Sätze, kleines Vokabular und Lesehilfen bei den Schriftzeichen. Das ist machbar, denke ich.


Fotos: Bettina Schnerr

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