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Colin Cotterill – Grandad, there’s a head on the beach

Colin Cotterill - Granddad, there's a head on the beachWho do you tell when you wake up to find a severed head on your resort-front beach in the morning? For frustrated ex-crime reporter Jimm Juree it means action. With her former cop grandfather as back up, she sets out to discover how the poor fellow ended up where he did – and why. On their journey, with the rest of their disjointed family in tow, they uncover gruesome tales of piracy and slavery, violence and murder in the Gulf of Thailand. Are the authorities uninterested because they’re involved, or because the victims aren’t Thai? Whatever the reason, Jimm and her team are going it alone and their lives are under threat. And who exactly are those two elegant women in cabin three and why has the engine number of their car been filed away? Airport hostages and hand grenades, monkeys and naked policemen – once more the sublime and the ridiculous clash at the Gulf Bay Lovely Resort and Restaurant.

Rezension

Beim Gassi gehen schlagen Jimm Jurees Hunde Gogo und Sticky Rice Alarm. Irgendein Strandgut ist äußerst aufregend, aber leider zu groß zum Anbeißen: Jimm findet einen abgetrennten Kopf, den sie artig bei den örtlichen Behörden meldet. Doch die interessiert das wenig, obwohl Jimm schon ahnt, dass sie nicht gerade ein Unfallopfer gefunden hat. Das Dorfoberhaupt würde das Problem gerne von der nächsten Flut wegspülen lassen und das nur über einen Trick herbeigerufene Rettungsteam macht mit dem Kopf eher Witze als einen soliden Job. Die ehemalige Polizeireporterin Jimm lässt nicht locker und findet heraus, dass der Kopf einem Birmanen gehört – und dass sich genau deshalb niemand drum schert. Ihre Nachforschungen geben kein schönes Bild über die Lebensumstände der Birmanen in Thailand.

Auch die Gäste in ihrem kleinen Strandhotel Gulf Bay Lovely Resort and Restaurant bereiten Kopfzerbrechen. Eine Mutter und ihre Tochter, beide namens Noi, reisten in einem Auto ohne Nummernschilder an, ohne Fahrgestellnummer und ohne Papiere. Was sie erzählen, ist offensichtlich erstunken und erlogen. Instinktiv hält Jimm ihre Gäste bei Laune, um mehr herauszufinden, bevor die beiden Nois erneut das Weite suchen. Den Schlüssel zu deren Familiengeheimnis findet sie erst, als sich ihr ehemaliger Bruder Somkiet – und jetzt Schwester Sissy – mit trickreichen Internetrecherchen befasst. Innerhalb der thailändischen Gesellschaft existieren immer noch fragwürdige Strukturen, die die beiden Noi in die Flucht geschlagen haben.

Am Strand von Maprao lebt ein skurriles Völkchen. Mama Mair hat das schöne Zuhause ihrer Familie verkauft, um in ein mickriges Dorf zu ziehen und ein heruntergekommenes Hotel mit Ladengeschäft zu übernehmen. Verstehen kann das keiner, aber Jimm und Großvater Jah, ein ehemailger Verkehrspolizist, sind mitgezogen, um auf die hin und wieder verwirrte Mair ein Auge zu haben. Auch der Bodybuilder-Bruder Arny ist mit seiner Verlobten Gaew dabei, ebenfalls erfolgreiche Bodybuilderin und locker 20 Jahre älter als Arny.

Wenn man mit dieser Geschichte einmal angefangen hat, lässt sie einen nicht mehr los. Die Frage nach dem Warum, Wieso und Weshalb saugt den Leser förmlich durch die Seiten. Cotterill platziert uns mittendrin und packt in den Geschichten um Noi und um den toten Birmanen traurigen Alltag aus, von dem man naiverweise immer geglaubt hat, sowas gebe es doch gar nicht mehr. Und doch ist das Buch mitreißend, weil sich Jimm beherzt engagiert, weil Cotterill mit ungestümen Humor schreibt und weil einen die bunte Personenschar immer wieder zum Lachen bringt. Davon hätte ich sehr gerne noch viel mehr.

Bibliografische Angaben

Verlag: Quercus Books
ISBN: 978-0-857-38709-7
Erstveröffentlichung: 2012

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