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Bücherladen; Foto: Glen Noble (unsplash)

Das Vorschau-Bilderbuch 2016

Von Vorfreude und der Frage, wo die Zeit herkommt

Warum soll ich das Vorschau-Bilderbuch 2016 anders untertiteln als das von 2015? Vorfreude ist immer dabei, wenn die Vorschauen von Verlagen herauskommen. Und die Frage danach, wann ich mir die ganzen interessanten Titel einverleiben kann, ist ohne Frage integraler Bestandteil des Stöberns. Angesichts der Tatsache, dass ich regelmäßig auch einer Menge anderer Bücher begegne, sorgt dafür, dass an ein komplettes Lesen so einer Liste im Lauf eines Jahres für mich kaum zu denken ist. Dennoch macht es Freude und eine ganze Reihe der Titel, die mir auffallen, lese ich tatsächlich im Lauf der Zeit. Wenn auch nicht unbedingt zeitnah. Also bleibt die Überschrift wie sie ist.

Aufgefallen sind …

… erneut ziemlich viele Bücher (und je mehr Vorschauen ich lese, desto mehr werden es freilich), von denen ich wieder willkürlich 16 Titel ausgewählt habe. Fangen wir, wie gehabt, mit dem Bilderbuch an, die bibliografische Angaben folgen im Anschluss:

Thomas Reverdy – Die Verflüchtigten, Berlin Verlag, März
Ein Buch über Menschen, die in Japan von der Bildfläche verschwinden, um ein neues Leben zu beginnen. Das klingt so traurig, aber gerade deshalb vielversprechend.

Hannah O’Brien – Irisches Roulette, dtv, März
Ein klarer Fall von spannender Kurzbeschreibung, kombiniert mit einem Land, das bei mir ein bisschen unterrepräsentiert ist.

Eric Ambler – Die Maske des Dimitros, Hoffmann und Campe, April
Ein Autor, ein Klassiker … und ich will ihn für mich entdecken – Ihr kennt mich ja.

Jürgen Heimbach – Offene Wunden, Pendragon, Februar
Ein bisschen spät von mir entdeckt (es ist bereits die dritte Folge einer Serie), diese Krimiserie aus dem Deutschland der 1940/1950er.

Britta Bolt – Das Haus der verlorenen Seelen, Hoffmann und Campe, März
Die ersehnte Fortsetzung der Trilogie mit Pieter Posthumus aus dem “Büro der einsamen Toten” in Amsterdam.

Rosa Ribas & Sabine Hofmann – Die große Kälte, Rowohlt, März
Ein Zeitsprung in das Spanien der Franco-Ära und damit interessantes Neuland für mich.

Esmahan Aykol – Istanbul Tango, Diogenes, Mai
Mit dem Schauplatz Türkei geht es mal wieder abseits der üblichen Krimipfade weiter.

Christian Schünemann, Jelena Volic – Pfingstrosenrot, Diogenes, Februar
Es geht mit einem noch neueren Schauplatz weiter, dem Kosovo; ein Schauplatz, der neugierig macht und ganz neue Einblicke verspricht.

Keigo Higashino – Ich habe ihn getötet, Klett-Cotta, April
Bei Higashino greife ich aus Überzeugung blind zu!
(→ zur Rezension)

Juan Villoro – Das dritte Leben, Hanser, März
Ein schräges Hotel mit seltsamer Animation, dazu ein hinreißend anziehendes Cover.

Simone Buchholz – Blaue Nacht, Suhrkamp, März
Großartige Ankündigung: Eine Staatsanwältin wird kalt gestellt, weil sie zu ehrlich ist. So eine aufrechte Frau möchte ich näher kennenlernen.
(→ zur Rezension)

William Shaw – History of murder, Suhrkamp, August
Es werden mir “politische Spannungen und gesellschaftliche Umbrüche einer explosiven Zeit”, also im England der 1960er, versprochen. Was will man mehr?

Henrik Siebold – Inspektor Takeda und die Toten von Altona, Aufbau, Mai
Ein Japaner in Hamburg klingt für mich natürlich gut. Aber gelingt der kritische Spagat zwischen den gefährlichen Klischees und der Darstellung verschiedener Kulturen?

Alfred Bodenheimer – Der Messias kommt nicht, Nagel & Kimche, Februar
Ein Schweizer Krimi, ein Schweizer Autor, da herrscht eindeutig Aufklärungsbedarf.
(→ zur Rezension)

Vom Land in den Mund – Jan Grossarth, Nagel & Kimche, Februar
Auch ein Sachbuch ist dabei; ich bin neugierig, wie sich der Autor die Landwirtschaft der Zukunft vorstellt.

Michael Dibdin – Vendetta, Unionsverlag, April
Der Daily Telegraph sagt: Man öffne einen Chianti, lehne sich zurück und genieße diesen wundervollen Krimi.
OK, mache ich.


Foto: Glen Noble (unsplash)

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