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Bücherladen; Foto: Glen Noble (unsplash)

Das Vorschau-Bilderbuch 2017

Von Vorfreude und der Frage, wo die Zeit herkommt

Ich mache jetzt eine Tradition draus: Meine Vorschau-Bilderbücher werden jedes Jahr denselben Titel tragen. Ich sage es noch einmal, und dann wiederhole ich mich nicht mehr: Ich habe jedes Jahr richtig viel Vorfreude auf die ersten Titel des neuen Jahres. Dabei begleitet mich stets die Frage, ob ich tatsächlich alle Wünsche realisieren kann. Die Erfahrung lehrt, dass das in der Regel nicht klappt – jedenfalls selten zeitnah. Aber ich mag das Aussuchen und Ideen sammeln unter all den fabelhaften Titeln einfach nicht missen!

In diesem Jahr fielen auf:

E.O. Chirovici – Das Buch der Spiegel, Goldmann, Februar
Ein unvollständiges Manuskript über einen ungeklärten Mord, ein verstorbener Autor, eine merkwürdige Studentin, geheimnisvoller Titel. Zutaten, die einen spannenden und gut verworrenen Roman versprechen.

Gefährliche Ferien – Die AlpenDiogenes, April
Was in den Alpen nicht alles schief gehen und tödlich enden kann … Eine Kurzkrimisammlung, die ich wegen meiner Alpenaffinität auf dem Radar habe.

Sophie Hénaff – Kommando Abstellgleis, Carl’s Books, März
Eine Abstellgleis-Abteilung tut nicht, wie ihr geheißen: Still halten und nichts können. Statt dessen ein “zum Schießen komischer” Krimi. Das muss nicht gut enden, aber das mit dem Abstellgleis klingt gut.

Andrew Wilson – Agathas Alibi, Pendo, Mai
Agatha Christie verschwindet 1926 spurlos für mehrere Tage – und dies ist der Versuch, Christie mit einer Mischung aus Fakten und Fiktion auf die Schliche zu kommen.

Simone Buchholz – Beton Rouge, Suhrkamp, August
Nachdem mich Buchholz im letzten Jahr komplett begeisterte, gibt es hier einfach keine Fragen mehr

Wallace Stroby – Geld ist nicht genug, Pendragon, März
Nicht nur der Verlag findet, Berufsverbrecherin Crissa sehe nach einer Schwester von Parker aus.

Rex Stout – Es klingelte an der Tür, Klett-Cotta, März
Ein Krimiklassiker, mit dem ich groß wurde, wird neu übersetzt und ich bin wirklich sehr neugierig auf die Wiederbegegnung nach all den Jahren.
→ zur Rezension

Robert Thorogood – Mord im Paradies, Rowohlt, März
Kann ein Krimi nach Entspannung klingen? Ich denke schon, wenn ein zwangsversetzter Brite in der Karibik in einem Meditationszentrum ermitteln muss.

Castle Freeman – Auf die sanfte Tour, Nagel & Kimche, Januar
In der amerikanischen Pampa tritt ein Sheriff gegen die Russenmafia einen Wettlauf gegen die Zeit an.

Olivier Adam – Die Summe aller Möglichkeiten, Klett-Cotta, Juni
“Frankreich in der Krise”, die Menschen ratlos und ein südfranzösischer Kosmos, der seinen Zweck sucht.

Lisa Sandlin – Ein Job für Delpha, Suhrkamp, Juli
Die gerade aus der Haft entlassene Delpha heuert bei einem Privatermittler an – klingt das super oder großartig?

William Shaw – Der gute Mörder, Suhrkamp, Juli
Ein Polizist, der selbst einmal getötet hat und nun in einem Mordfall ermitteln soll? Bei diesem Verlag und diesem Autor eine vielversprechende Konstellation.

Katie Kitamura – Trennung, Hanser, Januar
Eine rätselhafte Partnerschaft, die nach dem Tod des Mannes neu erlebt wird? Ein schwieriges, emotionales Unterfangen.

Martin Walker – Grand Prix, Diogenes, Mai
Der inzwischen neunte Fall für Bruno … ich hänge bei Südfrankreich einfach wie ein Fisch am Haken.

François Armanet – Bücher für die einsame Insel, Atlantik, April
Welche drei Bücher nimmt man auf eine Insel mit? Ich hätte keine Ahnung, umso gespannter bin ich auf Menschen, die sich bei dieser Frage entscheiden können.

Vicente Alfonso – Die Tränen von San Lorenzo, Unionsverlag, Februar
Mexiko: Ein Mord, verdächtig sind Zwillinge, aber nur, weil man sie nicht unterscheiden kann. Es ist verzwickt …


Foto: Glen Noble (unsplash)

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