Loading
Shibuya bei Nacht; Foto: Alex Knight / unsplash

Japan-Special 2018 — 日本文学特集

Bis etwa 2012 oder 2013 hatte ich mit Japan nur am Rande zu tun. Ein Land in weiter Ferne, von dem man gerade so viel hört, wie eben etwas im Radio erzählt wird oder etwas in der Zeitung steht. Ich kannte einen Roman von Haruki Murakami und fand ihn schrecklich langweilig. Das ging praktisch jahrelang so, bis es hieß, dass ich mit der Familie für eine gewisse Zeit nach Japan ziehen sollte. Ich schlief die berühmte eine Nacht über diese Entscheidung und sagte, zack, am nächsten Tag zu.

Ab diesem Zeitpunkt war Japan kein Land mehr am anderen Ende der Welt, es wurde eineinhalb Jahre lang mein Zuhause.

Damals begann ich logischerweise, japanische Literatur für mich zu entdecken. Eine solche Entdeckungsreise läuft oft über liebevoll zusammengestellte Listen, in denen man stöbern kann. Von diesen Listen gibt es überspitzt gesagt nur zwei Typen:

  • Die 10 besten Romane von Haruki Murakami (Beispiel)
  • 10 japanische Autoren, die nicht Haruki Murakami sind (Beispiel)

Murakami hatte sich (s.o.) erst einmal erledigt, weshalb ich Listen vom zweiten Typ favorisiere. Da gibt es ein riesiges Feld! Das ist in deutscher Sprache allerdings schnell zu Ende, gerade weil ich mir bevorzugt Spannungsliteratur unter den Nagel reiße. Es wird deutlich größer mit englischen Übersetzungen.

Aus purem Trotz habe ich mir in Tokyo übrigens ein Buch von Keigo Higashino auf japanisch gekauft. In Originalsprache aber schaffe ich gerade einmal Lehrbücher, werde also noch etwa zwanzig Jahre benötigen, bis ich Higashino auch nur ansatzweise werde lesen können. Englisch kommt mir da für literarische Engpässe im Zweifelsfall sehr entgegen (das Gros der Titel wird Deutsch sein, keine Sorge).

Kommt vielleicht doch ein Murakami?

Alles, was sich im Japan-Special tummelt, findet sich unter dem Schlagwort #Japan. Rezensionen und Feuilleton-Artikel. Auf der Titelseite von Bleisatz gibt es zudem ein passendes eigenes Banner dorthin — erkennbar am Foto aus Shibuya bei Nacht, das ich hier zum Titelbild gemacht habe.

Ein Blick in das Japan-Special lohnt jetzt schon; hier eine Handvoll Appetithäppchen:

Welche Titel neu dazu kommen werden? Das weiß ich selber noch nicht genau. Ich habe einen gewissen Fundus angesammelt, den ich in den kommenden Monaten mit anderen Lektüren mischen werde. Keigo Higashino sicher, Fuminori Nakamura, Banana Yoshimoto ebenfalls sowie Autoren aus dem Ausland. Andreas Neuenkirchen, David Peace, Barry Eisler, Jonelle Patrick zum Beispiel. Und vielleicht auch ein Murakami. Ryo oder Haruki? Lasst euch überraschen!


Foto: Alex Knight /unsplash

2 comments

    1. Hallo Svenja,

      das würde mich freuen, wenn ich dir im Lauf der Zeit etwas empfehlen kann. Ein paar Bücher findest du ja bereits und auf Englisch liest du noch dazu. Also hast du ein weites Feld zur Verfügung.

      Wenn du Tipps haben möchtest, nur zu.

      Liebe Grüße,
      Bettina

Leave a Reply

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.