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Hyakkendana bei Nacht, Shibuya. Foto: Alex Knight, unsplash

Japan-Special 2018 — Finale

Vor knapp einem halben Jahr startete ich das Japan-Special 2018 auf dem Blog. Mit einer Handvoll Ideen und Plänen. Davon ist noch lange nicht alles umgesetzt, denn spontan ergaben sich parallel weitere Themen oder Buchtipps. Dennoch gehe ich im Blog wieder andere Wege und freue mich auf die kommenden Monate, in denen wieder mehr Länder und mehr Krimis präsent sein werden.

Umgekehrt heißt das freilich auch, dass ich die “ausgefallenen” Titel alle peu à peu nachholen werde. Also zum Beispiel all die ausländischen Autoren, deren Büchern in Japan spielen, kommen schon noch zu ihrem Recht. Oder Hiromi Kawakami, von der ich gerne sowohl eines ihrer Bücher als auch den zugehörigen Manga lesen und vergleichen möchte. Oder die Kurzgeschichtensammlungen, die ich nicht gelesen habe oder den wahnsinnig schönen Bildband von Mateusz Urbanowicz, den ich euch noch nicht untergejubelt habe. Das Länderspecial 日本文学特集 wird sich also weiter füllen; zum jetzigen Zeitpunkt sind es bereits sechs Seiten voller Buchvorstellungen und Beiträge.

Parallelwelten

Japan war übrigens überhaupt ein Thema. Etwa zeitgleich startete Christin von Life4Books ebenfalls ein Japan-Special (das sie nach einigen Wochen kurzerhand verlängerte) und auch Travel without moving (für einen Buchblog ein sowieso toller Titel) war eine gewisse Zeit auf der Insel unterwegs. Es passierte durchaus Ungeplantes und Überraschendes. Ich bekam zum Beispiel Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden in die Finger, ein Buch, das ich beim Start des Specials gar nicht auf dem Radar hatte. Das entpuppte sich zusätzlich als ein Buch, das in mancherleich Hinsicht Parallelen zu Satoru und das Geheimnis des Glück enthielt. Eine Kombination, die mich überrascht hat, begeistert und seit Langem eine Buchpaarung war, die sehr emotional wurde.

Was man wiederum über die Kurzgeschichten gar nicht sagen kann; Banana Yoshimoto, Nanae Aoyama und Yoko Ogawa lieferten jeweils völlig unterschiedliche Welten in ihren Kurzgeschichten ab. Phantastische Elemente, “Alles in Butter”-Welten und Einsamkeit inmitten der Familie … unterschiedlicher hätten die Bausteine kaum sein können. Die Emotionen hier: Verwirrung, Nachdenklichkeit und kühle Distanz.

Wer Lust auf Japan bekommen hat, findet im Blog eine Verlagsliste mit jenen Verlagen, die japanische Literatur im Programm haben.

Wer hingegen in Japan selbst auf Entdeckungsreise zu gehen, findet im Blog unter anderem einen Bericht über die inzwischen weltweit bekannte Buchhandlung Morioka Shoten, eine Tour durch das Buchhandlungsviertel Jimbocho oder man kann durch Shimokitazawa schlendern, den Schauplatz eines Romans von Banana Yoshimoto.

Was es aus Zeitgründen nicht ins Programm geschafft hat

Ja, im Regal stehen tatsächlich noch Romane, Kurzgeschichten und Manga oder Bildbände, die ich nicht mehr untergebracht habe. Ich wollte ja kein ganzes Japan-Jahr machen. Diese Bücher werden, wie ich schon erwähnt habe, natürlich nicht weglaufen, sondern irgendwann ebenfalls im Blog auftauchen und mit dem Schlagwort Japan zu finden sein. Ich zeige euch einen Ausschnitt davon. Vielleicht reicht das ja aus, um auf den einen oder anderen Titel Lust zu machen.

Was mich zur Frage bringt, die ich ohnehin stellen wollte: Habt ihr durch das Special etwas entdeckt und wenn ja, was?


Liste aller Feuilleton-Themen im Special

Liste aller Buchtitel im Special


Foto: Alex Knight /unsplash

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