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Logo zum Indiebookday 2018

Der Indiebookday feiert 2018 ein kleines Jubiläum

“Ihr liebt schöne Bücher.” Mit diesen Worten startet das Intro der Website der Initiative Indiebookday. Doch die Liebe zu Büchern alleine ist bei Weitem nicht alles, worum es beim Indiebookday geht. Die Aktion will eine besondere Aufmerksamkeit wecken. Denn wer macht diese Bücher? Verlage freilich. Am Indiebookday geht es ein Mal im Jahr speziell um jene, die konzernunabhängig arbeiten. Kleine Verlage, inhabergeführt. Mit viel Engagement verlegt, aber mit meist geringen Budgets für das Marketing fliegen Bücher dieser Verlage oftmals unter dem Radar unserer Wahrnehmung. Genau das möchte der Indiebookday ändern.

Siegeszug einer Kneipenidee

Ziel der Initiative des Mairisch Verlags, der diesen Indiebookday 2013 ins Leben rief, war es also, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für die kleinen Verlage zu schaffen und deren Bücher einen Weg zu den Lesern zu bereiten. Die Idee kam spontan im Januar des Jahres und wurde ebenso spontan umgesetzt: Nur drei Wochen später stand eine Website und Rundmails an Verlage und Branchennetzwerke gingen raus. Fast alles andere erledigte sich über die Social Media-Kanäle: Ein kleiner Rückblick rechnet vor, dass alleine die 2000 Interessenten, die sich bei Facebook für die Veranstaltung angemeldet hatten, satte 13.000 weitere Menschen eingeladen hatten.

Der eigentliche Event lockte Ende März trotz der kurzen Vorbereitungszeit mehrere hundert Menschen in die Buchhandlungen. In Hamburg hatte man einen Nerv getroffen. Zahlreiche Blogs und die Presse nahmen die Veranstaltung in ihre Berichterstattung auf.

Das erste Posting eines Teilnehmers geht um 6:21 Uhr morgens bei Facebook online.

Es war Twitter, um genau zu sein 😉

Inzwischen hat der Mairisch Verlag ein wenig mehr Arbeit; bereits im Herbst des Vorjahres gehen die Hamburger in die Planung. Verleger Daniel Beskos erzählt mir, dass inzwischen nicht nur Verlage und Buchhandlungen einbezogen sind, sondern auch zum Beispiel Literaturhäuser oder Goethe-Institute. Weiterhin gilt aber, dass die meiste und wirksamste Kommunikation über Social Media geführt wird.

Von Hamburg aus in die Welt

2013 war’s noch eine rein deutsche Aktion, aber bereits im Jahr darauf, kamen die ersten Nachbarstaaten dazu. Zwischen 2014 und 2017 nahmen unter anderem Großbritannien, Italien, Canada, die Niederlande, Frankreich, Portugal und sogar Brasilien an dieser Aktion teil. Wer wird dieses Jahr dabei sein? Beskos weiß es noch nicht: “Im Voraus kennen wir die internationale Verteilung nicht genau. Von Österreich, der Schweiz und den Niederlanden wissen wir aber sicher, dass sie 2018 dabei sind.” Außerdem empfiehlt er einen Blick nach Brasilien. Die Südamerikaner machen ebenfalls mit und bieten sogar eine Landkarte, die alle teilnehmenden Buchhandlungen aufführt.

Die Plakate gestaltet von Beginn an die Autorin und Illustratorin Karen Köhler. Finanziert werden Druck und Versand über verschiedene Indie-Verlage, die sich für die Aktion stark machen.

Wie kann man beim Indiebookday mitmachen?

Wer in diesem Jahr als Leser mitmachen möchte, geht am besten morgen in eine Buchhandlung seiner Wahl. Dann ist das Mitmachen wirklich einfach: Zuerst kommt ein Buch aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag in die Einkaufstasche. Einen ersten Überblick, welche Verlage in Frage kommen, liefert die Seite zum Indiebookday selbst. Eine Liste mit derzeit 65 Verlagen bietet zudem die Kurt Wolff-Stiftung an. Danach kommt ein Foto des Kaufs (oder Käufer samt Buch oder Buch mit Heißgetränk oder Buch mit Dekoration oder Buch mit Buchhandlung) in die Social Media-Kanäle. Egal ob Facebook, Twitter oder Instagram, der Hashtag #Indiebookday muss mit dazu.

Ein Jahr mit Indiebooks

In diesem Jahr regt der Mairisch Verlag zudem eine kleine Challenge an, um die Idee des Indiebookdays über das ganze Jahr zu tragen: Für die so genannte #Indiebookchallenge wünscht sich der Verlag “52 Wochen – 52 Bücher” und gibt als Anregung eine Themenliste mit 52 Ideen an die Hand. Die Challenge soll vieles ermöglichen, Spaß, Entdecken, Austausch … und vielleicht ein Ansporn, “überhaupt mal wieder mehr zu lesen.” Damit die Ideen nicht ausgehen, arbeitet die Initiative im kommenden Jahr mit Verlagen und Buchhandlungen zusammen, die jede Woche Empfehlungen geben. Auf diese Weise bleiben die Bücher der Indie-Verlage dann ein ganzes Jahr oberhalb unseres Radars.


Grafiken: Karen Köhler

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